Sonntag, 28. Februar 2010
- War's nicht, war schon!
- -- allgemeine Lieblingsausrede für Programmierfehler
So, eben habe ich ein etwas umfangreicheres Update an diesem Blog vorgenommen. Unter der Haube habe ich den Zeichensatz von ISO Latin 1 auf UTF-8 umgestellt und die Blogsoftware Serendipity von 1.4.1 auf 1.5.2 aktualisiert. Ersteres könnte für Darstellungsfehler bei Umlauten und anderen Sonderzeichen, letzteres für allgemeine Probleme verantwortlich sein. Falls also jemand hier über einen Fehler stolpern sollte, bitte nicht einfach ignorieren, sondern mit Bescheid geben.
Außerdem habe ich noch das Layout der Seitenleiste etwas aktualisiert, und dabei den Kalender rausgeworfen.
- "Do you know what you're gonna be when you grow up, Charlie Brown?"
"Sure. Lonesome!" - -- Peanuts by Charles M. Schulz, 31. Januar 1956
Dass ich Cover-Versionen und Remixes mag hatte ich hier ja schon mal kund getan. Daraus kann man eigentlich schlussfolgern, dass ich schon so viel gesehen - äh, 'tschuldigung: gehört - habe, dass ich schwer zu überraschen bin. Aber letztes Wochenende hatte das Leben wieder einmal eine solche Überraschung zur Hand.
Am Samstag ging es für mich zum ersten Mal dieses Jahr auf den Flohmarkt. Dort kaufte ein Freund von mir die CD "Psycho Junior" von der Punk Combo "The Bates". Auszüge davon wurden auf dem Rückweg im Auto gehört. Als erstes wählte er das siebte Stück, weil es einer der heimlichen Club-Hits aus seiner aktiven Zeit war. Beim Hören der ersten Strophe des Liedes musste jedoch erst einmal ordentlich stutzen. Diese Textzeilen kannte ich... allerdings in einem völlig anderen Kontext.
"Die kleine Geschichte über "Der Einsame"" vollständig lesen
Montag, 15. Februar 2010
- Ja ich bin ein bekennender Killerspieler und potenzieller Amokläufer...
Mein erstes von diesen Killerspielen war Mario
Und morgen laufe ich Amok und springe den Leuten mit dem Arsch auf den Kopp.... - -- geromino, German Bash #107852
Wie sollte man Super Mario Wars (kurz SMW) beschreiben? Am ehesten passt wohl: "eine Mischung aus Doom, Joust und Super Mario Bros". Die Figuren und Sound sind Super Mario Bros nachempfunden, das Spiel- und Leveldesign ist eine Mischung aus Super Mario Bros und Joust, und der Multiplayerspaß ist definitiv ich-lege-euch-alle-um Doom-mäßig.
Der Spielprinzip ist simpel: man hockt sich mit vier Leuten vor den Schirm und versucht sich auf einem Spielfeld, das nicht größer als das Bildschirm ist, gegenseitig das Leben so schwer wie möglich zu machen. Dabei gibt es verschiedene Spielmodi, wie zum Beispiel ein Rennen, bei dem verschiedene Punkt auf dem Spielfeld abgeklappert werden müssen, aber der Klassiker ist das, was John Newcomer, der Autor von "Joust" so schön als Cut-Throat bezeichnet hat: versuchen die anderen "aus dem Weg zu räumen". Ist einfach und vor allem einfach 'ne Menge Spaß. Wem drei Gegner fehlen, der kann auch auf den Computer als Opfer zurückgreifen, aber die ärgern sich halt nicht so schön, wenn sie eins auf die Mütze bekommen und dies im wahrsten Sinne des Wortes. Was mir noch fehlt ist ein Modus zum Zocken über das Internet.
Erhältlich ist das Spiel für eine Unmenge an Plattformen, wie diverse Spielekonsolen, Windows und Linux. Das Spiel selbst ist Open Source, kann also auch noch auf bisher nicht unterstütze Plattformen angepasst werden. Viel Spaß beim Ausprobieren!
Donnerstag, 11. Februar 2010
- Gut Ding will Weile haben.
- -- Altes Sprichwort
Am mittlerweile schon vorletztem Samstag war ich auf dem Konzert von Michy Reincke. Der Abend wieder einmal richtig gut. Fast wie erwartet, nur dass mir einige meiner Lieblingsstücke gefehlt haben, da sie zu Gunsten von neuem Material aus dem Programm gekippt wurden. Doch darum soll es im Folgenden gar nicht gehen.
Dieses Mal will ich ein bisschen auf das Vorprogramm eingehen. Dieses bestritt Anna Depenbusch, die sich selbst auf einem Klavier begleitet hat. Nun gut, genau genommen einem Synthi, der sehr gut nach Klavier geklungen hat. Üblicherweise spielt sie eher mit einem kleinen Ensemble, aber diesmal war es einfach nur sie allein, was mir persönlich besser gefallen hat.
Doch auch das ist nur mittelbar der Anlass, weshalb ich nun hier einen weiteren Artikel tippe. Eigentlich geht es nur um ein winziges Detail, aber auch dafür muss ich weiter ausholen: selbstverständlich wurde Anna von Michy angekündigt, natürlich auch mit einem Loblied. Besondere Beachtung schenkte er dabei einem Stück von ihr namens " Heimat".
Dies hat sie natürlich in ihrem Set gespielt, und dazu auch ein paar einleitende Worte gefunden. Sie hat unter anderem erzählt, dass gerade dieses Lied ihr einige Türen in ihrer musikalischen Entwicklung geöffnet hat. Besonders bei mir hängen geblieben ist, dass sie sich fast ein bisschen dafür geschämt hat, weil ihr das Schreiben dieses Liedes so leicht von der Hand gegangen ist.
Ist dies aber wirklich so schlimm?
"Das war zu leicht" vollständig lesen
Sonntag, 7. Februar 2010
- Welches ist die Höchstgeschwindigkeit einer unbeladenen Schwalbe?
- -- Brückenwächter, "Monty Python - Die Ritter der Kokosnuss"
Eigentlich wollte ich ja mal wieder einen Beitrag machen, der nichts mit Computer zu tun hat, aber dieser wird es noch nicht sein. Es ist quasi ein Nachtrag zu dem Beitrag GCC mit Atom Optimierung. Eher durch einen Zufall ist mir aufgefallen, dass der Testdurchlauf ("Queen Greatest Hits I" von .wav nach .ogg wandeln, mit Standardeinstellungen) auf meinem Haupt-Linux-Rechner auf einmal einen Faktor von circa 30 statt den erwarteten circa 20-fach brachte.
Der Verwunderung konnte erst nach einigen Minuten Einhalt geboten werden: ich hatte einen "Tippfehler" gemacht: statt dem OggVorbis-Encoder meines Testszenarios hatte ich den OggVorbis-Encoder der Linux-Distribution verwendet. Statt der Version 1.0.2 wurde nun 1.2.0 verwendet, aber das kann nicht für einen Geschwindigkeitszuwachs von 50% verantwortlich sein. Dafür schon eher die Architektur: mein Linux läuft unter 64 Bit, und nicht wie das Testprogramm mit nur 32 Bit. Da wurde ich neugierig: kann der Schritt von 32 auf 64 Bit für einen Performancezuwachs von 50% verantwortlich sein?
Dafür habe ich mir folgendes Testszenario aufgebaut: es wurden zwei Testsysteme aufgesetzt, eins mit dem Celeron 220, der die gleiche Architektur wie erste Generation der "Core 2"-CPUs aufweist, und eins mit dem Atom 230. Auf dem wurde die 64-Bit Version von Ubuntu 10.04 alpha installiert. In dieser Umgebung wurde dann oggenc einmal als 64-Bit- und einmal als 32-Bit-Version laufen gelassen. Ich hatte mit einem anderen System schon mal ermittelt, dass es keinen messbaren Performanceunterschied von einem 32-Bit Programm auf einem 32-Bit- und 64-Bit-System gibt. Zum Vergleich gibt es noch die Messergebnisse meines "Haupt-Linux-Rechners", bei dem mir der Leistungszuwachs aufgefallen ist. Der Testparcours ist (wie bei mir üblich) das OggVorbis-Encodieren von "Queen Greatest Hits I".
"Codeoptimierung zum Zweiten" vollständig lesen
Donnerstag, 4. Februar 2010
- "Do you have any scars, Charlie Brown?"
"Lots of them.. but they're all mental!" - -- Peanuts by Charles M. Schulz, 6. März 1956
Ich führe seit längerer Zeit eine kleine Statistik, in welchem Umfang die Downloads der von mir angebotene Software stattfinden. Wenn ich da in letzter Zeit mal reingeguckt habe, war ich doch etwas erstaunt. Die Programme, die am häufigsten runtergeladen wird, sind interessanterweise Programme aus der Rubrik "schnelle und schmutzige Hacks": es sind Programme, die ich ursprünglich für die Eee PC 701, 901 und 900A mit der vorinstallierten Linux-Distribution von Xandros zusammengezimmert hatte, um irgendwelche Unzulänglichkeiten zu beheben. Mein Engagement in Sachen Xandros-auf-EeePC habe ich mittlerweile eingestellt. Die Seite mit der Software lasse ich aber selbstverständlich stehen, weil es ja anscheinend noch genug Leute gibt, die damit was Anfangen können.
Das mit Abstand am häufigsten runtergeladene Programm ist übrigens der schmutzigste Hack von allen. Es patcht die Signatur des Flash-Players, so dass er auch mit die alte libc des Eee PC akzeptiert. Das Tool wurde in diversen Blogs, vor allem englischsprachige, beschrieben als eine veritable Möglichkeit Flash zu installieren. Besonders interessant finde ich dabei, dass das Programm auch dazu zweckentfremdet wird, den Moonlight-Player zu pachten, dass er auch auf dem Eee PC läuft.
Allerdings ist es doch irgendwie schade, dass die Software in die ich deutlich mehr Arbeit investiert habe bei weitem nicht den selben Anklang findet.
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