- Welches ist die Höchstgeschwindigkeit einer unbeladenen Schwalbe?
- -- Brückenwächter, "Monty Python - Die Ritter der Kokosnuss"
Eigentlich wollte ich ja mal wieder einen Beitrag machen, der nichts mit Computer zu tun hat, aber dieser wird es noch nicht sein. Es ist quasi ein Nachtrag zu dem Beitrag
GCC mit Atom Optimierung. Eher durch einen Zufall ist mir aufgefallen, dass der Testdurchlauf ("Queen Greatest Hits I" von .wav nach .ogg wandeln, mit Standardeinstellungen) auf meinem Haupt-Linux-Rechner auf einmal einen Faktor von circa 30 statt den erwarteten circa 20-fach brachte.
Der Verwunderung konnte erst nach einigen Minuten Einhalt geboten werden: ich hatte einen "Tippfehler" gemacht: statt dem OggVorbis-Encoder meines Testszenarios hatte ich den OggVorbis-Encoder der Linux-Distribution verwendet. Statt der Version 1.0.2 wurde nun 1.2.0 verwendet, aber das kann nicht für einen Geschwindigkeitszuwachs von 50% verantwortlich sein. Dafür schon eher die Architektur: mein Linux läuft unter 64 Bit, und nicht wie das Testprogramm mit nur 32 Bit. Da wurde ich neugierig: kann der Schritt von 32 auf 64 Bit für einen Performancezuwachs von 50% verantwortlich sein?
Dafür habe ich mir folgendes Testszenario aufgebaut: es wurden zwei Testsysteme aufgesetzt, eins mit dem
Celeron 220, der die gleiche Architektur wie erste Generation der "Core 2"-CPUs aufweist, und eins mit dem
Atom 230. Auf dem wurde die 64-Bit Version von Ubuntu 10.04 alpha installiert. In dieser Umgebung wurde dann oggenc einmal als 64-Bit- und einmal als 32-Bit-Version laufen gelassen. Ich hatte mit einem anderen System schon mal ermittelt, dass es keinen messbaren Performanceunterschied von einem 32-Bit Programm auf einem 32-Bit- und 64-Bit-System gibt. Zum Vergleich gibt es noch die Messergebnisse meines "Haupt-Linux-Rechners", bei dem mir der Leistungszuwachs aufgefallen ist. Der Testparcours ist (wie bei mir üblich) das OggVorbis-Encodieren von "Queen Greatest Hits I".
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