Mittwoch, 22. Juli 2009
- it's not that I'm old
your music really does suck - -- Button
Am 8. und 9. August ist es wieder einmal soweit: das M'era Luna Festival öffnet seine Pforten. Zigtausende Leute, bei denen die Farbe "Schwarz" einen wichtigen Eckpunkt in der Bekleidung ausmacht strömen zusammen, um sich vom Veranstalter des Festivals ausnehmen zu lassen. Bisher war auch ich fast jedes Jahr mit dabei, nur beim allerersten "Zillo" habe ich gefehlt, und auch das mit dem "ausnehmen lassen" fand ich nicht so schlimm. Irgendwie konnte ich es mir immer leisten.
Nur hatte ich schon die letzten Jahre immer nach einem guten Grund gesucht, mich zu drücken. Der Schnitt der Gäste wurde uninteressanter, die Bands wiederholen sich immer häufiger, und es wurde auch nicht billiger. So wurde das Kredo der letzten Jahre: ich bin hin gefahren, weil ich nichts besseres zu tun hatte, und man ja vielleicht was verpassen könnte. Wenn ich so Revue passieren lasse, was ich in den letzten drei Jahren verpasst habe komme ich auf genau gar nichts.
"M'era Luna 2009" vollständig lesen
Sonntag, 1. Juni 2008
- Dafür habe ich vier Stunden in der Innenstadt geschnorrt!
- -- Jan auf dem Grossstadtgefüster-Konzert
Letztes Jahr hat mir Grossstadtgeflüster in Kassel so gut gefallen, dass ich die nächstmögliche Gelegenheit ergriffen habe, mir Jen, Raphi und Chriz noch einmal live zu erleben. Diesmal hatte ich es nicht ganz so weit: vor knapp anderthalb Wochen ging es nach Göttingen ins Exil.
Die Fahrt war ereignislos, das Publikum im Exil doch arg überschaubar. Meiner Schätzung nach waren es nur knapp über 40 Elektro-Rocker, die für das Spektakel eingeflogen sind. Der Auftritt selbst, war der Hammer: der Einzug der drei Berliner war choreografiert, meiner Meinung nach eine gelungene Persiflage von allem das was sich so Girl- oder Boyband schimpft. Besonders gut hat mir daran gefallen, dass zwar alle die gleichen Bewegungen gemacht haben, sie aber jeder der drei sie auf seine besondere Weise interpretiert hat. Jen wirkte dabei besonders exakt, Raphael etwas "schlurig" und Chriz lag so dazwischen. Ich bin mir sicher, dass ich noch mehr Details entdeckt hätte, wenn der Einzug etwas länger gedauert hätte.
"Been there: Grossstadtgefluester, Göttingen 22.05.2008" vollständig lesen
Samstag, 12. April 2008
- Wir machen das jetzt mal auf die Schnelle so: ich gehe von der Bühne, ihr ruft "Zugabe" und da bin ich wieder. So, weiter gehts!
- -- Steve Naghavi, Captiol Hannover, 11.04.2008
Am gestrigen Freitag gab es wieder etwas auf die Ohren: And One luden zur "Bodypop Cover Lover Supershow" ein. Obwohl der letzte Auftritt in Hannover einen doch etwas faden Beigeschmack hinterlassen hatte, konnte ich es mir nicht nehmen lassen, mir das in voller Schönheit anzutun.
And One hatten ja immer schon mal hier und da die eine oder andere Cover-Version eingestreut. Verteilt auf diverse Tonträger wie Alben, Maxis und Sampler lassen sich unter anderem Stücke wie "Michael Caine" (im Original von Madness), "Movie Star" (Harpo), "Forever J" (Terry Hall), oder auch "We Came To Dance" (Ultravox) finden. Auch live gab es gerne mal das eine oder andere Cover, meist im Zugaben-Block. Dort habe ich schon Perlen erlebt wie "The Walk" (The Cure), "Big In Japan" (Alphaville) und "Rebel Yell" (Billy Idol). Und davon sollte es jetzt deutlich mehr geben, oder wie es der Text auf der Mailing-Liste verkündet hat: "Die Show [...], bei der AND ONE erstmalig ihre eigenen Hits mit Hits der 80's vermischen". Das klang nach der Hälfte/Hälfte Mischung, die es dann auch im Endeffekt geworden ist.
"Been there: And One Bodypop Cover Lover Supershow 2008" vollständig lesen
Sonntag, 30. März 2008
 In Wuerde altern.. Das war der erste Satz, der mir spontan einfiel, als ich den Rest der schon in den Achtzigern polarisierenden Band Sigue Sigue Sputnik gesehen habe, doch ich greife vor.
Mitte der Woche fragt SvOlli mich, ob ich denn am Wochenende schon etwas vor haette. Als ich dies verneine, schlaegt er vor, am Samstag Abend SSS im Faust anzusehen. Im ersten Moment halte ich das fuer einen Scherz, im naechsten denke ich eher an eine SSS-Party. Doch ich taeusche mich, es geht wirklich darum, dass die Band selber einen Auftritt hat. Nach einem kurzen Nachdenken passe ich meine Erwartungshaltung. Spaeter regele ich sie noch mal nach nachdem ich erfahre, dass das Konzert nicht in der 60er Jahre Halle sondern im Mephisto stattfindet.
Einlass 21, Konzertbeginn 22 Uhr. Das ist auch an einem faulen Samstag zu schaffen. Um halb Neun mache ich mich auf die Socken, sammle SvOlli ein und suche dann in Linden einen Parkplatz, kleiner Fussmarsch inklusive. Das Mephisto ist schnell gefunden und die bereits anwesenden Gaeste entsprechen ungefaehr dem, was ich erwartet habe. Eine gesunde Mischung aus Altfraggles, Punks und Laufkundschaft. Alles in allem aber doch eher dunkles Publikum. Nach der ueblichen Wartezeit, bei der die CD mit der Hintergrundmusik mindestens zwei Mal durchlauft, klettert die Band auf die Buehne. Tatsaechlich handelt es sich weniger um die originalen SSS als um den Nachfolger, naemlich Martin Degville's Sigue Sigue Sputnik. Das erklaert auch weshalb nur drei Leute auf der Buehne stehen, von denen auch nur der Saenger eindeutig der Urbesetzung zuzuordnen ist.
Zu diesem Zeitpunkt geht mir dann auch der oben erwaehnte Satz durch den Kopf. Das Styling ist dem Thema zwar durchaus angemessen, doch sind die Jahre alles andere als spurlos an den Protagonisten vorbei gegangen. Die naechsten Fragen, wie denn die Musik die Zeit ueberstanden hat und wie man die live ueberhaupt darbieten will haben sich auch schnell beantwortet: Beat is the law!
"Been there: Sigue Sigue Sputnik" vollständig lesen
Donnerstag, 22. November 2007
- Grossstadtgeflüster muss laut sein,
hier musst Du laut schrei'n
um gehört zu werden. - -- Grossstadtgeflüster, "Grossstadtgeflüster"
Nachdem ich nun keine Chance hatte, mir Grossstadtgeflüster in Hannover anzugucken, habe ich meinen Worten Taten folgen lassen, und bin nach Kassel in die Nachthallen gefahren. Dort erwarteten mich einige Überraschungen: der Laden ist deutlich größer als ich erwartet hätte, drei Tanzflächen und ein Bistro mit Livemusik stehen den Besuchern neben mehreren Raucherghettos zur Verfügung. Normalerweise erwarte ich bei mehreren Tanzflächen ein Musikprogramm nach dem Kredo: "Wir hören hier beides Country und Western". Dort war es anders, es gab Mainstream aus den Charts von zum Beispiel den Fantastischen Vier oder Deichkind im größten Saal. Im nächstkleineren bestand die Beschallung an diesem Abend aus Indiependant-Rock im Stile von Red Hot Chili Peppers & Co. Der kleinste Saal wurde mit Düstermucke von ASP bis Front 242 beschallt.
Und in eben diesem Saal fand auch der Auftritt von Grossstadtgeflüster statt. Für 21 Uhr angesetzt, begann das Ganze dann doch erst um 22 Uhr. Interessanterweise war in den Nachthallen der Preis für das Konzert mit im Eintrittspreis drin: 4 Euro. Und selbst diese brauchte ich nicht zu bezahlen, weil ich vor 21 Uhr schon anwesend war. Ein großes Problem von Elektronik-Bands ist die Umsetzung der Musik vom Rechner auf die Bühne. Sehr leicht verkommt da der Auftritt zu einer ungewollten Karaoke-Show. Bei Jen und ihren Mitstreitern Raphi und Chriz ist das anders: sie legen eine sehr große Sorgfalt an den Tag, was die Umsetzung der Stücke auf die Bühne angeht. So wollen die Party und nicht einfach das runterleiern was man schon von CD kennt.
"Been there: Grossstadtgeflüster, Kassel 17.11.2007" vollständig lesen
Freitag, 31. August 2007
- gestern so bei nem kumpel geswesen, wir gehen so irgendwann... nachbar kommt an und fragt, hey sie sind doch auch bei $KABELANBIETER, oder? WIr haben seit 3-4 wochen ernorme probleme mit unserem WLAN. Er so, ich bin da jetzt seit 2 wochen, bei mir läuft alles gut. [blabla], nachbar geht weg, der typ so: Klar läuft bei mir alles perfekt, ich benutze SEINE 3000er leitung für sharing und meine leitung zum zocken
- -- entropie, German Bash #113736
So, und jetzt muss ich noch den Artikel schreiben, den ich eigentlich schon vor meinem Urlaub gerne gelesen hätte: einen kurzen Überblick über die WLan Möglichkeiten auf Wangerooge.
Ich habe für mich insgesamt drei brauchbare Zugangspunkte gefunden:
"W-LAN-gerooge" vollständig lesen
Dienstag, 28. August 2007
- Ich würd so gerne das Meer sehn,
würd so gern in die Weite sehn,
Und ich lausche dem Rauschen. - -- Der Junge mit der Gitarre, "Meer sehn"
Lange habe ich es vorgehabt, nun ist es endlich mal in Angriff genommen worden, und auch gelungen: ich mache mal einen kleinen Urlaub auf Wangerooge. Gestern noch habe ich schwer geschuftet, heute schon genieße ich heiße Schokolade und den Blick auf die Wellen. Die Idee dafür habe ich schon seit zwei Jahren, was meine Kollegen schon zu kleinen Lästereien verleitete.
"Wangerooge" vollständig lesen
Sonntag, 12. August 2007
  Ich bin zu Hause und das Band ist ab, das M'Era Luna Festival ist zu Ende. Da mir noch die Ohren klingeln bleibe ich erst bei einer kleinen Zusammenfassung. Auch hier werde ich es schon schaffen, den Faden zu verlieren. Das Wetter hat sich viel zu gut verhalten. Nachdem es am Freitag noch so aussah, dass das Wochenende zur Schlammschlacht wird, hat mir der Sonnenschein dann doch eine ungesunde Farbe ins Gesicht gezaubert. Wenigstens war es nicht langweilig, auch wenn die Bandauswahl in diesem Jahr nicht wirklich dem Namen des Festivals gerecht wurde. Dafuer hat die Haendlermeile (oder das Haendlerviertel) ihrem Namen alle Ehre gemacht. Im grossen und ganzen war die Veranstaltung gut besucht, auch wenn man den Eindruck bekam, dass in den letzten Jahren mehr los war. Es gab auch genug interessante und seltsame Leute zu sehen von denen mindestens einer auch noch mal in einem einzelnen Beitrag gewuerdigt wird. Zu den Details spaeter mehr, jetzt will ich einfach nur die Fuesse hochlegen und die Augen pflegen. Man gut, dass ich morgen noch Urlaub habe.
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