Dienstag, 28. April 2009
- Henry Blake ist ein guter Arzt und ein prima Kumpel. Als befehlshabender Offizier aber... nun, das ist etwa so, als wenn man auf einem sinkenden Schiff wäre, auf die Brücke rennt und plötzlich erkennen muss, dass Donald Duck der Captain ist.
- -- Hawkeye Pierce, "M*A*S*H*", "Lieber Papa, mir geht es gut"
Ich mag M*A*S*H. Egal ob es sich dabei um das Buch, den Film oder die Serie handelt. Die Geschichte über die Feldchirurgie im Koreakrieg, bei der die Ärzte Blödsinn anstellen, um nicht völlig durchzudrehen hat etwas ganz besonderes. Vordergründig lacht man über die Aktionen, die dort durchgezogen werden, aber trotzdem hat die Story einen beachtlichen Tiefgang.
Eine Szene, die mir aus dem Buch besonders in Erinnerung geblieben ist, ist folgende: einer der Chirurgen, Hawkeye hat einen Patienten, den er auf dem OP-Tisch zusammengeflickt hat, der aber einfach nicht genesen will. Es will sich keine Erklärung finden lassen, weshalb Hawkeye ihn nach einigem hin und her ein weiteres Mal aufmacht, und feststellt, dass er einen Granatsplitter übersehen hat. Während der ganzen Zeit sind zwei Kameraden und gute Freund von dem Patienten im Camp, die sich häufig nach seinem Gesundheitszustand erkundigten. Nachdem nun raus war, wo das Problem lag, traf er die beiden im Offizierskasino. Ihm ging durch den Kopf, dass für ihn wohl jetzt eine Tracht Prügel an stand, weil er fast ihren Freund umgebracht hat. Aber das genaue Gegenteil war der Fall, die beiden konnten sich nicht genug bei ihm bedanken. Fassungslos fragte der Chirurg nun zurück, ob das wirklich ihr Ernst sei, schließlich hätte er ihren Freund fast umgebracht. Aus ihrer Sicht sah die Sache etwas anders aus: er hätte zwar vielleicht den letzten Granatsplitter beim ersten Mal finden können, aber die Art und Weise, wie er sich um seinen Patienten gesorgt hat, und ihn dann doch am Ende gerettet hat wiegen den Fehler durchaus auf.
"M*A*S*H* und Papas Auto, oder der 21. Schwank aus der Jugend" vollständig lesen
Mittwoch, 11. Februar 2009
- Das Wichtigste an einer Beziehung ist das Ende.
- -- Joy Laurey, "Joy"
Meine erste "richtige" Beziehung war der klassische Fall von "lernen durch Fehler". Ich war alles andere als "perfekt", bekam es aber zum Ende auch ordentlich zurück. Sowohl meine Fehler als auch die Fehler, die dann mir gegenüber gemacht wurden waren in irgendeiner Weise böswillig, es wurde halt nur auf beiden Seiten einfach nicht genug nachgedacht.
Ich selbst laufe mein Leben lang den Wunsch hinterher, geliebt zu werden. Nun hatte ich endlich zum ersten Mal jemanden gefunden, der mich liebte, so habe ich diese Gefühle über Gebühr strapaziert. So kapselte ich mich ohne eine Erklärung ab, wenn ich mit mir unzufrieden war. Überhaupt habe ich - haben wir - viel zu wenig preisgegeben, wie es in uns gerade aussah. Manchmal war es offensichtlich, meistens aber nicht. Und da fehlte dann die Kommunikation. Seitdem habe ich eine Menge gelernt, bekomme aber keine Gelegenheit, dies auch mal zu zeigen. Dies ist aber eine andere Geschichte.
"Wie man's erfährt, oder der 20. Schwank aus der Jugend" vollständig lesen
Mittwoch, 7. Januar 2009
- Manche Leute meinen, ich leide unter Realitätsverlust. Das ist natürlich Quatsch: ich genieße ihn!
- -- Der unglaubliche Heinz
Zum Abschluss meines Studiums fehlte für die Zulassung zur Diplomarbeit noch ein Programmierpraktikum. Genauer gesagt fehlte es nicht, es ließ sich nur der Leistungsnachweis nicht auffinden. Ich war der Ansicht, dass bei einer Umstrukturierung meines Studienganges die entsprechenden Scheine weitergereicht wurden, was aber nur bedingt der Fall war. Denn das Ziel der Scheine war nicht die Verwaltung, sondern die legendäre Ablage "P".
Der entsprechende Dozent konnte sich zwar noch an mich erinnern und bestätigen, dass ich den Schein erworben hatte. Dies tat er aber erst nach circa einem Vierteljahr, und in der Zwischenzeit hatte ich schon den Schein durch einen anderen ersetzt. Und von diesem Schein möchte ich nun erzählen. Glücklicherweise fand ein "C++ für Java Programmierer" Praktikum statt, was mir als gestandener C- und aufsteigender C++-Programmierer mit rudimentären Java-Kenntnissen sehr gut in den Kram passte.
"Weil ich den Schein brauche (oder: der 19. Schwank aus der Jugend)" vollständig lesen
Dienstag, 15. April 2008
- The colour of my morning you will never see
They brighten up your mind and make your day
Believe me when I say that everything you see
Is grey cause you are colourblind. - -- The Coalminers Beat, "Colourblind"
Auch wenn ich mich nicht gerade als einen religiöser Mensch bezeichnen würde, so gehört doch der evangelische Religions-Unterricht zu den Fächern, von denen ich für mich persönlich am meisten mitgenommen habe. Besonders in der Oberstufe, wovon ich aber zu einem späteren Zeitpunkt erzählen möchte. Auch schon zur Realschulzeit ist mir ein Block in diesem Fach besonders in Erinnerung geblieben. Wir hatten eine Referentin zu Gast, welche uns auch einige Stunden unterrichtet hat.
Sie hat sich in ihrem Unterrichtsblock sehr stark auf die Wahrnehmung bezogen. So stellte sie zum Beispiel einen Bubikopf hinter eine Leinwand und beleuchtete diese von hinten, so dass wir nur eine Silhouette sehen konnten. Unsere erste Aufgabe, war es zu erraten, was den diese Bild hätte verursachen können. Wir haben es nicht sofort erraten.
"Farbenblind (oder: der 18. Schwank aus der Jugend)" vollständig lesen
Sonntag, 2. März 2008
- Here's the plan: we go in, I hit people hard in the face. See where it takes us.
- -- Angel 1x13, "She"
Wenige Jahre bevor ich mit dem Bloggen begonnen habe, trug sich eine Geschichte zu, die perfekt für einen Blogeintrag geeignet gewesen wäre. Deshalb wird sie hier jetzt erzählt: Anfang 2003 waren DVD-Brenner so langsam Massenware geworden. Das drückte auch auf den Preis der CD-Brenner. Deshalb habe ich beschlossen, meinen 8x CD Brenner gegen einen 52x auszutauschen, alleine schon, um das letzte SCSI Gerät aus meinem Rechner zu werfen. Und 30 Euro war wirklich ein verlockender Preis.
"Living An Urban Legend (oder: der 17. Schwank aus der Jugend)" vollständig lesen
Sonntag, 4. November 2007
Hallo Herr Kunze,
vor über drei Monaten hatte ich per E-Mail um Freigabe ihres Liedtextes zu "Dies ist Klaus" für diesen Artikel gebeten. Leider habe ich keine Antwort von Ihnen erhalten. Sollte Ihnen die Veröffentlichung Ihres Textes im Rahmen dieses Beitrag zu weit gehen, bitte ich Sie es mich wissen zu lassen - auch gerne ohne Anwalt und den damit verbundenen Kosten - und ich werde den Beitrag entsprechend abändern.
Es gab bei mir einige wenige Momente beim Hören von Musik, wo es so richtig "Klick" gemacht hat. In dem Sinne, dass ich etwas im Text verstanden habe, was nicht offensichtlich war. So ganz ohne einen Wink von einer dritten Person. Auf einmal war da etwas in meinem Kopf, was da vorher noch nicht war: Erkenntnis. Nicht die große, allumfassende Erkenntnis, aber doch immerhin war da Wissen, das vorher nicht da war, und quasi von ganz alleine gekommen ist. Ich liebe solche Momente. Meistens. Einen solchen hatte ich ja schon einmal hier beschrieben. Einen weiteren solchen möchte ich nun im Folgenden beschreiben.
"Dies ist Klaus (oder: der 16. Schwank aus der Jugend)" vollständig lesen
Samstag, 22. September 2007
- Wie wäre es mit Kanada? Dem Land der billigen Medikamente.
- -- Melman, die Giraffe, "Madagaskar"
Meinen Schnupfen, die Erkältung, oder was auch immer das war, was mir diese Woche zugesetzt hat, habe ich eigentlich auch schon recht gut überwunden. Die Pharmaindustrie hat bei meiner Genesung einen nicht unerheblichen Beitrag geleistet. Denn seit früher Kindheit weiß: bei Schnupfen und Erkältung hilft mir Rhinopront.
Als später dann noch meine Probleme mit den Bronchien dazukamen wurde aus Rhinopront dann Rhinotussal, welches auch gegen Husten hilft. Es gab nur wenige Dinge, die man beachten sollte: - Immer den Saft nehmen, der wirkt um Welten besser als alle anderen Darreichungsformen.
- Die vorgeschlagene Dosierung ist viel zu hoch, die Hälfte tut es genauso gut.
- Wenn man zum ersten Mal meint, man ist die Beschwerden losgeworden, das Medikament noch zwei Tage weiter nehmen, sonst kann es zu einem Rückfall kommen.
Das Wissen um dieses Medikament sitzt so tief, dass es zwar sein kann, dass ich kein Aspirinimitat im Hause habe, aber dass ich kein Rhinopront habe ist nahezu komplett unmöglich. Über zwanzig Jahre lang war es meine Wunderwaffe gegen den Schnupfen. Nun gut, Wunderwaffe mag etwas übertrieben sein, schließlich ist es nicht so, dass nach einmaligem Einnehmen alle Beschwerden wie weggeblasen sind. Aber immerhin werden die Beschwerden auf ein erträgliches Maß reduziert.
"Wundermittel (oder: der 15. Schwank aus der Jugend)" vollständig lesen
Freitag, 8. Juni 2007
- It's something unpredictable, but in the end it's right.
I hope you had the time of your life. - -- Green Day: "Good Riddance"
Wir schreiben das Jahr 1998, der Ort ist das Zillo Festival auf dem Flugplatz Hildesheim, aus dem dann etwas später das M'era Luna geworden ist. Es war eine Zeit in der sich die "Schwarze Szene" noch nicht so stark von dem Bereich "Alternative" getrennt wurde. Deshalb war das Line-Up nicht konsequent Schwarz, sondern auch noch mit einigen Bands gespickt, die man auf dem M'era Luna wohl nicht zu Gesicht bekommen wird. Green Day war eine von diesen Bands.
Das Wetter war gut, sehr gut. Deshalb ging man im Allgemeinen nur in den Hangar, wenn man die Band auch wirklich unbedingt sehen wollte. Oder wenn man lieber Schweißdunst statt Sauerstoff atmen wollte. Also standen und lagen wir eher draußen. Glücklicherweise konnte ich im Gegensatz zu den meisten aus meinem Umfeld etwas mit Green Day anfangen. Deshalb wollte ich auch etwas von dem Auftritt mitbekommen, dies aber so stressfrei wie möglich. Also suchte ich und fand auch recht schnell einen Platz von dem aus ich erkennen konnte was auf der Bühne vor sich geht, ohne gleich von pogenden Leuten umgeben zu sein. Außerdem konnte man auch gut hören konnte. Nicht zu leise, nicht zu laut und vom Klang her auch recht gut.
"Wie Green Day mir den Rock'n'Roll erklärte (oder: der 14. Schwank aus der Jugend)" vollständig lesen
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