Montag, 10. Mai 2010
- Und ich werde ihnen einen Trick zeigen, der Sie alle an meinem Verstand zweifeln lässt.
- -- Desimo
Dass ich mir gerne Kleinkunst angucke, ist dem geneigten Leser dieses Blogs bestimmt schon aufgefallen. Dazu gehört ja auch die Zauberei, welche mich aber immer wieder zu einem Widerspruch kommen lässt. Einerseits will ich gebannt wie ein Kind mich verzaubern lassen und in eine Welt der Wunder und Unmöglichkeiten eintauchen. Andererseits will ich aber auch dahinter kommen, wie die Tricks funktionieren. Und gleichzeitig entspannt zuschauen und dabei trotzdem noch versuchen hinter die Tricks zu kommen kann schon ganz schön schlauchen.
Wie Zauberei im Allgemeinen funktioniert hat der Zauberkünstler Thomas Fröschle, besser bekannt unter dem Namen Topas, in einem YouTube-Clip erklärt. Dafür hat er einen Trick ersonnen, bei dem einen Kugelschreiber oder ähnliches verschwinden lässt. Dieser Trick ist recht einfach und für nahezu jeden innerhalb von Minuten zu erlernen. Trotz dieser Einfachheit enthält er aber viele Aspekte die für einen Großteil aller Tricks typisch sind.
"Erklär mir, wie Zauberei wirklich funktioniert..." vollständig lesen
Donnerstag, 11. Februar 2010
- Gut Ding will Weile haben.
- -- Altes Sprichwort
Am mittlerweile schon vorletztem Samstag war ich auf dem Konzert von Michy Reincke. Der Abend wieder einmal richtig gut. Fast wie erwartet, nur dass mir einige meiner Lieblingsstücke gefehlt haben, da sie zu Gunsten von neuem Material aus dem Programm gekippt wurden. Doch darum soll es im Folgenden gar nicht gehen.
Dieses Mal will ich ein bisschen auf das Vorprogramm eingehen. Dieses bestritt Anna Depenbusch, die sich selbst auf einem Klavier begleitet hat. Nun gut, genau genommen einem Synthi, der sehr gut nach Klavier geklungen hat. Üblicherweise spielt sie eher mit einem kleinen Ensemble, aber diesmal war es einfach nur sie allein, was mir persönlich besser gefallen hat.
Doch auch das ist nur mittelbar der Anlass, weshalb ich nun hier einen weiteren Artikel tippe. Eigentlich geht es nur um ein winziges Detail, aber auch dafür muss ich weiter ausholen: selbstverständlich wurde Anna von Michy angekündigt, natürlich auch mit einem Loblied. Besondere Beachtung schenkte er dabei einem Stück von ihr namens " Heimat".
Dies hat sie natürlich in ihrem Set gespielt, und dazu auch ein paar einleitende Worte gefunden. Sie hat unter anderem erzählt, dass gerade dieses Lied ihr einige Türen in ihrer musikalischen Entwicklung geöffnet hat. Besonders bei mir hängen geblieben ist, dass sie sich fast ein bisschen dafür geschämt hat, weil ihr das Schreiben dieses Liedes so leicht von der Hand gegangen ist.
Ist dies aber wirklich so schlimm?
"Das war zu leicht" vollständig lesen
Donnerstag, 17. Dezember 2009
- Was bedeutet schon Geld? Ein Mensch ist erfolgreich, wenn er zwischen Aufstehen und Schlafengehen das tut, was ihm gefällt.
- -- Bob Dylan
Wieder einmal wohnte ich einem Ausstand von Ex-Kollegen bei. Das ist der häufigste Grund, dass ich "meine alte Firma" besuche. Aber irgendwie sollte ich das Ganze besser anders anfangen. Also noch mal von vorne:
Bei meiner letzten Arbeitsstelle hatte ich echt Glück. Das Aufgabengebiet passte recht gut zu dem, was ich konnte. Viel besser passte aber das Arbeitsumfeld - sprich meine Kollegen - zu mir. Damals waren wir so circa 35 Leute, also deutlich weniger als die 80 bei meinem Weggang. Besonders Glück hatte ich mit meinem Chef: die Chemie stimmte einfach.
Der Umstand, dass wir uns gegenüber saßen, verstärkte dies nur. Aufgrund seiner Position war er auch recht viel unterwegs. Als sein Gegenüber wurde ich auch ein bisschen so etwas wie ein "Anrufbeantworter" für die Kollegen. Denn die meisten Fragen, die mir in meiner Anfangszeit dort gestellt wurden drehten sich nicht um mich oder mein Aufgabengebiet, sondern um ihn: "Wo ist Ralph? Wann ist er wieder da?" Ich lernte schnell, auf diese Fragen vorbereitet zu sein, indem ich ihm dieselben Fragen stellte. Die ersten Male guckte er mich noch fragend an, worauf ich ihm dann erklärt habe, dass ich an jeden Tag, an dem er nicht da ist, genau diese Fragen mehrfach beantworten muss. Später bekam ich die Antworten schon ohne zu fragen...
Zurückblickend muss ich sagen, dass diese zwei Jahre als die glücklichsten bezeichne, die ich in meiner bisherigen Berufslaufbahn erlebt habe. Nicht vom Fachlichen her, da fühle ich mich bei meinem jetzigen Job noch besser aufgehoben, aber vom Menschlichen her. Auch mit meinen Kollegen, mit denen ich mich heute rumplage, stimmt im Großen und Ganzen die Chemie, und meinen (Sitz-)Platz in der Firma möchte ich mit keinem anderen dort tauschen. Aber damals war das doch irgendwie etwas anderes: es war der erste Job nach dem Studium und der zweite Vollzeitjob überhaupt; neben dem Studium hatte ich aber schon einiges an Erfahrung in diversen Teilzeitjobs sammeln können. So konnte ich recht gut abschätzen, was ich kann, und was nicht. Es gab mir für den eigentlichen Einstieg in mein Berufsleben ein gewisses Selbstvertrauen.
"Und wieder mal ein Ausstand..." vollständig lesen
Sonntag, 27. September 2009
- Oh no, not I
I will survive - -- Gloria Gaynor, "I Will Survive"
Die Zeit verfliegt. Hmmm... Genau genommen tut sie es eigentlich nicht, nur komme ich zur Zeit nicht wirklich zum Bloggen, und ich bin nicht einmal traurig deswegen. Weniger, weil ich keinen Bock mehr auf's Bloggen habe, sondern eher weil die anderen Sachen, die bei mir so momentan anliegen einfach noch mehr Spaß machen und noch interessanter sind.
Der Jobwechsel, den ich vor einem Vierteljahr in vollzogen habe, erweist sich als Glücksgriff. Habe ich den letzten Job gerne gemacht, bin ich momentan mit Spaß, Feuereifer und 120% Einsatz dabei. Meistens schaffe ich es nicht einmal den täglichen Dilbert zu lesen. Die Maschine, in der ich als Zahnrad laufe, ist deutlich kleiner als die Vorherige. Ich mache Vorschläge, die bis tief in die Architektur gehen, begründe diese, und dann werden sie auch wirklich umgesetzt.
"Volllast" vollständig lesen
Sonntag, 30. August 2009
- Doesn't matter how big the warnings are or how much they cost. Keep raising the prices, we'll break into your houses to get the fucking cigarettes, ok!?
They're a drug, we're addicted, ok!? - -- Denis Leary, "No Cure For Cancer"
Ich schreibe hier auch gerne über eigene Fehler, die ich in Beziehungen gemacht habe. Diesmal will ich zeigen, dass ich auch von den Fehlern lernen kann, die andere Leute in Beziehungen machen.
Wir befinden und auf einer Party, einem Sit-In oder so etwas ähnlichem und sehen unser Beispiel-Pärchen: sie zündet sich gerade eine Zigarette an, er ist Nichtraucher. Es wird über Beziehungen, Liebe diskutiert. Er lässt den Satz fallen "für mich wäre der größte Liebesbeweis, wenn sie für mich aufhören würde zu rauchen". Ohne weiter nachzudenken macht sie die gerade angezündete Zigarette im Aschenbecher aus und schenkt die Schachtel einer Freundin. Ab diesem Moment ist sie offiziell Nichtraucherin.
"Der Liebesbeweis" vollständig lesen
Samstag, 8. August 2009
- Wie sieht es aus im Innern dieser Frau?
Ich habe eine Ahnung - weiß es nicht genau
Einmal mit ihren Augen sehen
Einmal nur ihre Gedanken verstehen - -- Beborn Beton, "Im Innern einer Frau"
Hier nun, wie schon vor längerer Zeit angekündigt, mal wieder eine meine Betrachtungen über Beziehungen. Aus aktuellem Anlass, denn ich steckte seit längerer Zeit wieder in einer Beziehung. Nur kurz, es ging schnell rein und fast genauso schnell wieder raus. Nichtsdestotrotz war es eine schöne Zeit, und ich habe wieder einiges über Beziehungen gelernt. In einem Satz: der Anspruch an eine Beziehung scheint mit dem Alter zu wachsen.
Nun aber zu den Details. Wir waren ein sehr interessantes Paar, die größte Gemeinsamkeit war unsere Liebe zur Musik von Queen. So hatte es auch bei uns gefunkt: auf einem Konzert der Queen Cover Band "We Rock", zu dem sie mich mitgeschleift hat. Allerdings waren die Unterschiede meiner Meinung nach zu groß, als dass es zu mehr als ein bisschen "rumkuscheln" gereicht hätte. Der größte Unterschied ist, dass sie ist 16 Jahre jünger ist als ich, und zuvor nur Fernbeziehungen hatte. Ich habe es natürlich begrüßt, dass sie dann doch mehr wollte. Ihre Aussage war so schön: "Dein Alter ist auch nur eine Zahl". Ich bin da etwas anderer Meinung: wenn jemand nicht total verpeilt ist, dann hat er mit zunehmenden Alter einfach mehr Übung, was die Belange des Lebens angeht, und weiß worauf er sich zu konzentrieren hat, und was man so nebenbei laufen lassen kann.
"Auf der anderen Seite" vollständig lesen
Dienstag, 16. Juni 2009
 Ich habe einige Zeit ueberlegt, ob ich diesen Beitrag ueberhaupt schreiben soll. Es gibt so viele andere, die das Geschehen schon besser zusammengefasst und kommentiert haben. Dennoch glaube ich, dass es an der Zeit ist, dass alle ihre Stimme erheben, die es noch koennen. Einige Bekannte, die mich vor gar nicht so langer Zeit noch belaechelt haben und meinten, dass ich meine Paranoia mal behandeln lassen sollte, schauen mich mittlerweile anders an. Das sind genau diejenigen, die sich Ihre Informationen nicht mehr nur ueber Zeitung, Radio und Fernseher beschaffen. Diese Leute haben angefangen das Web als Werkzeug zu verstehen, als wichtiges Werkzeug zur Meinungsbildung. Anscheinend werden es zu viele, die sich erdreisten eine eigene Meinung zu haben:
Ich moechte gar nicht auf die Hintergruende eingehen, Vergangenheit und Gegenwart noch mal wiederholen sondern den Blick in die Zukunft richten. Nachdem Kritik und Protest nichts am Kurs der Regierung geaendert haben ist es Zeit fuer den Widerstand. Kein Widerstand mit Waffen. Dieser wuerde nur den Widersachern in die Haende spielen und beweisen, dass die Terrorgefahr wahr ist. Auch keine Demonstrationen, die durch Provokationen schnell von den Medien als zielloser Krawall entkraeftet werden. Sondern durch Aufklaerung! Das boese Wort, dass schon im Mittelalter Kirchen und Adel hat erzittern lassen.
Die Gesetzvorlage zu den Web-Sperren wird auch als Buechse der Pandora bezeichnet, die nun geoeffnet werden soll. Eine andere Buechse ist aber schon lange offen: der offene und (noch!) allgemein zugaengliche Austausch von Informationen und Wissen. Und dort liegt meines Erachtens auch die Furcht der Regierung vor dem Netz als solches. Es ist einfach zu vielfaeltig, als dass es sich bestechen, bedrohen oder kaufen liesse.
Ich weiss, dass ich mit diesem Blog auch Menschen erreiche, die sich entweder nicht fuer politische Themen interessieren, oder die ihren Computer nur zum Lesen und Schreiben von E-Mails benutzen. An genau diese Menschen richtet sich mein Appell das Internet auch aktiv zu benutzen. Nicht nur um die billigsten Angebote fuer den neuen Fernseher zu finden sondern auch um einen anderen Blick auf das Weltgeschehen zu finden. Denn nur so kann man sich eine eigene Meinung bilden. Und genau diese Moeglichkeit ist in Gefahr, bevor sie ihre ganze Kraft ausgespielt hat. Weckt eure Mitmenschen auf aus dem Schlummer zwischen Zeitung, Fernsehen und Angst um den Arbeitsplatz. Da ist noch so viel mehr und das Leben ist zu kurz und zu wertvoll um es anderen zu ueberlassen. So hoffe ich, dass vor allem die Blogs, die ansonsten unpolitisch und familiaer sind, diesen Gedanken aufnehmen und verteilen. Es geht um alle, nicht nur um ein paar Freaks.
Also bildet Euch eine eigene Meinung, verbreitet sie und diskutiert sie, insbesondere wenn sie nicht mit anderen konform geht. Nur so kann neues entstehen und eine Verbesserung ermoeglichen. Alles andere ist Stillstand und Tod.
Samstag, 30. Mai 2009
- Niemals geht man so ganz
Irgendwas von mir bleibt hier
Es hat seinen Platz
Immer bei dir - -- Trude Herr, "Niemals geht man so ganz"
Gestern hatte ich meinen "Letzten". Den letzten Arbeitstag bei meiner alten Firma. Eigentlich doch keine große Sache. Der neue Arbeitgeber macht zwar etwas komplett anderes, ist aber örtlich nur 100 Meter vom alten entfernt. Das bedeutet, man wird sich garantiert häufig sehen. Wenn nicht zufällig, dann über gemeinsame Verabredungen zum Mittagessen. Alles ganz einfach, und kein großes Ding.
"Letzter Tag" vollständig lesen
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